
Anforderungen an den Hund
Grundsätzlich ist jeder Hund, unabhängig von seiner Rasse, für die Rettungshundearbeit geeignet.
Wichtig ist, dass der Hund:
Da die Ausbildung bis zum einsatzfähigen Rettungshund etwa zwei Jahre oder länger dauert, sollte spätestens mit drei Jahren, idealerweise früher, mit dem Training begonnen werden.

Sehr viel Freizeit, Idealismus, Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und eine gute körperliche, sowie stabile geistige Verfassung sind notwendig, um Rettungshundeführer zu werden. Denn nicht nur an den Hund, sondern auch an seinen Führer werden hohe Anforderungen gestellt.
Die Arbeit in einer Rettungshundestaffel während der Ausbildung und -in ganz besonderem Maße- im Einsatz, kann immer nur im Team funktionieren. Daher muss jeder Hundeführer auch in der Lage sein, sich selbst zurückzunehmen, um gemeinsam mit den anderen Staffelmitgliedern die Ausbildung aller Hunde der Staffel zu unterstützen, sowie im Einsatz die notwendigen Aufgaben absolut zuverlässig zu erledigen. In den Einsätzen sind nicht nur "unbequeme" Zeiten (gesucht wird oft nachts) oder unwirtliche Wetterbedingungen (Schnee, Regen, große Hitze oder Kälte) in Kauf zu nehmen, sondern man muss auch mit ernsten und schwierigen Situationen rechnen, die während eines Einsatzes leider auch vorkommen können.
Der Hundeführer sollte mobil und bereit sein größere Strecken zu fahren, da sich sowohl unsere Einsatz- als auch die Übungsgebiete über ein sehr großes Gebiet erstrecken (teilweise über die Landkreis-Grenzen hinweg).
Ausbildung des Hundeführers
Die Ausbildung umfasst sowohl praktische Übungseinheiten als auchtheoretische Schulungen.
Vorausgesetzt wird:
Zusätzlich werden Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt:

Ausbildung des Teams
Bis zur ersten Prüfung dauert die Ausbildung in der Regel rund zwei Jahre.
Um die Einsatzfähigkeit aufrechtzuerhalten, muss die Prüfung alle 18 Monate wiederholt werden.
Unsere Staffel trainiert zweimal pro Woche mehrere Stunden:
Dienstagstraining
Das Dienstagstraining findet abwechselnd
Auf dem Übungsplatz liegt der Schwerpunkt auf:
Samstag-Training
Die Flächenteams üben in wechselnden Wald- und Wiesengebieten.
Die Mantrailing-Teams üben integriert in Form von Technikübungen.
Beide Bereiche trainieren gemeinsam, um im Einsatz optimal vorbereitet zu sein und sowohl den Hundeführer als auch den Rettungshund bestmöglich zu unterstützen.
Gerätetraining & Spezialübungen
Beim Gerätetraining wird die Gewandtheit und Trittsicherheit des Hundes geschult – etwa beim Überqueren von Stegen, Wippen oder Leitern.
Diese Übungen stärken das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer und verbessern die Zusammenarbeit auf Distanz.
Darüber hinaus finden regelmäßig Trümmertrainings in speziellen Übungszentren oder realen Abbruchgebäuden statt, um den Hunden realistische Einsatzbedingungen zu bieten.
Sucharten in der Rettungshundestaffel Lörrach
Flächensuche:
Suche nach vermissten Personen in unübersichtlichem, unbebautem Gelände (z. B. Wälder, Parks). Der Hund sucht nach jedem Menschen in Not.
Trümmersuche:
Suche nach verschütteten Personen unter Schutt oder Geröll. Der Hund zeigt die Fundstelle durch Verbellen oder Scharren an – auch durch mehrere Schichten hindurch.
Mantrailing:
Hier verfolgt der Hund dieindividuelle Geruchsspur einer bestimmten Person. Dafür wird ein Geruchsgegenstand benötigt. Es wird also gezielt eine bestimmte Person gesucht, nicht „irgendein“ Mensch.
Einsätze – wo unsere Teams helfen
In den Einsatz gehen ausschließlich geprüfte und als sicher beurteilte Hunde.
Unsere Staffel ist derzeit für Inlandseinsätze ausgebildet. Bei entsprechender Eignung von Hund und Hundeführer kann eine Weiterbildung für Auslandseinsätze erfolgen.
Einsatzgebiete sind vor allem:
Hierbei sind Schnelligkeit, Zuverlässigkeit, Führbarkeit und Teamarbeit zwischen Hund und Mensch entscheidend.
Alle Mitglieder der Rettungshundestaffel arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich mit ihren eigenen Hunden.
Unsere Einsätze sind für Hilfesuchende kostenfrei.