Ausbildung und Voraussetzungen

Anforderungen an den Hund

Anforderungen an den Hund 

Grundsätzlich ist jeder Hund, unabhängig von seiner Rasse, für die Rettungshundearbeit geeignet. 
Wichtig ist, dass der Hund: 

  • lernwillig und begeisterungsfähig ist,
  • nicht aggressiv oder übermäßig ängstlich reagiert,
  • über einegute gesundheitliche Konstitution verfügt,
  • undmöglichst mittelgroß ist. 

Da die Ausbildung bis zum einsatzfähigen Rettungshund etwa zwei Jahre oder länger dauert, sollte spätestens mit drei Jahren, idealerweise früher, mit dem Training begonnen werden. 

Anforderungen an den Hundeführer

Sehr viel Freizeit, Idealismus, Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und eine gute körperliche, sowie stabile geistige Verfassung sind notwendig, um Rettungshundeführer zu werden. Denn nicht nur an den Hund, sondern auch an seinen Führer werden hohe Anforderungen gestellt.

Die Arbeit in einer Rettungshundestaffel während der Ausbildung und -in ganz besonderem Maße- im Einsatz, kann immer nur im Team funktionieren. Daher muss jeder Hundeführer auch in der Lage sein, sich selbst zurückzunehmen, um gemeinsam mit den anderen Staffelmitgliedern die Ausbildung aller Hunde der Staffel zu unterstützen, sowie im Einsatz die notwendigen Aufgaben absolut zuverlässig zu erledigen. In den Einsätzen sind nicht nur "unbequeme" Zeiten (gesucht wird oft nachts) oder unwirtliche Wetterbedingungen (Schnee, Regen, große Hitze oder Kälte) in Kauf zu nehmen, sondern man muss auch mit ernsten und schwierigen Situationen rechnen, die während eines Einsatzes leider auch vorkommen können.

Der Hundeführer sollte mobil und bereit sein größere Strecken zu fahren, da sich sowohl unsere Einsatz- als auch die Übungsgebiete über ein sehr großes Gebiet erstrecken (teilweise über die Landkreis-Grenzen hinweg). 

Ausbildung des Hundeführers

Ausbildung des Hundeführers 

Die Ausbildung umfasst sowohl praktische Übungseinheiten als auchtheoretische Schulungen. 
Vorausgesetzt wird: 

  • Regelmäßige Teilnahme an allen Trainings
  • Eigenständiges Üben zu Hause
  • Mitarbeit bei der Ausbildung aller Hunde der Staffel 

Zusätzlich werden Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt: 

  • Erste Hilfe am Menschen und am Hund
  • Karten- und Kompasskunde
  • BOS-Funk
  • Einsatztaktik
  • Sanitätsausbildung (Pflicht für die Prüfungszulassung) 

Ausbildung des Teams

 Ausbildung des Teams 

Bis zur ersten Prüfung dauert die Ausbildung in der Regel rund zwei Jahre
Um die Einsatzfähigkeit aufrechtzuerhalten, muss die Prüfung alle 18 Monate wiederholt werden. 

Unsere Staffel trainiert zweimal pro Woche mehrere Stunden: 

Dienstagstraining 

Das Dienstagstraining findet abwechselnd 

  • auf unserem Übungsplatzsowie
  • in bebauten Gebieten für das Mantrailing statt. 

Auf dem Übungsplatz liegt der Schwerpunkt auf: 

  • Anzeigen(z. B. Verbellen, Rückverweisen)
  • Gehorsamstraining
  • Gerätetraining – dieses wird ausschließlich in den Sommermonaten durchgeführt 

Samstag-Training 

Die Flächenteams üben in wechselnden Wald- und Wiesengebieten. 
Die Mantrailing-Teams üben integriert in Form von Technikübungen. 
Beide Bereiche trainieren gemeinsam, um im Einsatz optimal vorbereitet zu sein und sowohl den Hundeführer als auch den Rettungshund bestmöglich zu unterstützen. 

Gerätetraining & Spezialübungen 

Beim Gerätetraining wird die Gewandtheit und Trittsicherheit des Hundes geschult – etwa beim Überqueren von Stegen, Wippen oder Leitern. 
Diese Übungen stärken das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer und verbessern die Zusammenarbeit auf Distanz. 

Darüber hinaus finden regelmäßig Trümmertrainings in speziellen Übungszentren oder realen Abbruchgebäuden statt, um den Hunden realistische Einsatzbedingungen zu bieten. 

Sucharten in der Rettungshundestaffel Lörrach 

Flächensuche: 
Suche nach vermissten Personen in unübersichtlichem, unbebautem Gelände (z. B. Wälder, Parks). Der Hund sucht nach jedem Menschen in Not. 

Trümmersuche: 
Suche nach verschütteten Personen unter Schutt oder Geröll. Der Hund zeigt die Fundstelle durch Verbellen oder Scharren an – auch durch mehrere Schichten hindurch. 

Mantrailing: 
Hier verfolgt der Hund dieindividuelle Geruchsspur einer bestimmten Person. Dafür wird ein Geruchsgegenstand benötigt. Es wird also gezielt eine bestimmte Person gesucht, nicht „irgendein“ Mensch. 

Wo kommen die Teams zum Einsatz?

Einsätze – wo unsere Teams helfen 

In den Einsatz gehen ausschließlich geprüfte und als sicher beurteilte Hunde. 
Unsere Staffel ist derzeit für Inlandseinsätze ausgebildet. Bei entsprechender Eignung von Hund und Hundeführer kann eine Weiterbildung für Auslandseinsätze erfolgen. 

Einsatzgebiete sind vor allem: 

  • die Suche nach vermissten Personen (z. B. ältere oder verwirrte Menschen, Kinder, Suizidgefährdete)
  • unwegsames Gelände, Wälder oder ländliche Regionen 

Hierbei sind Schnelligkeit, Zuverlässigkeit, Führbarkeit und Teamarbeit zwischen Hund und Mensch entscheidend. 

Alle Mitglieder der Rettungshundestaffel arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich mit ihren eigenen Hunden. 

 
Unsere Einsätze sind für Hilfesuchende kostenfrei.